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Kulturelle Begegnungen

Kulturelle Begegnungen werden an unserer Schule gross geschrieben.

Unsere Leitgedanken sind von der Kommission "Kultur am Gymnasium Kirschgarten" zusammengefasst worden.

Das Angebot umfasst: 

Leitgedanken | Kulturelle Begegnungen

Das Gymnasium Kirschgarten hebt die Bedeutung der Kultur an der Schule ganz besonders mit seinem Leitbild hervor, speziell in den Abschnitten 5 ("Alle Beteiligten erleben unsere Schule als Gemeinschaft.") und 7 ("Unsere Schule findet ihre Identität einerseits in den gemeinsam erarbeiteten Grundsätzen und Wertvorstellungen, andererseits in der Pflege bestimmter Spezialitäten und im vertrauten Ablauf gemeinsamer Veranstaltungen."). - Den hochgesteckten Zielen können wir uns nur annähern, wenn unsere Schulkultur lebendig bleibt, offen ist für kreative Ideen und für neue Herausforderungen und wenn der nötige Rahmen geschaffen wird für die Kontinuität von ausserordentlichen kulturellen Aktivitäten. Die vorliegenden Leitgedanken listen zum einen die vielfältigen kulturellen Aktivitäten am GKG auf und rufen damit in Erinnerung, was jetzt schon mit grossem Engagement geleistet wird. Zum andern möchte die Gruppe `Verschwundens` wieder aufleben lassen und Neues initiieren. Wir denken hier an Veranstaltungen, die sich als bleibendes Erlebnis verankern und einen Beitrag leisten zur Schaffung einer Identität des GKG.


Musik

In der Wertschätzung der Jugendlichen nimmt die Musik unter den Künsten den Spitzenrang ein. Mit Chor und Orchester haben wir neben dem im Lehrplan festgeschriebenen Musikunterricht ein breites musikalisches Betätigungsfeld. Die Konzerte erfreuen sich grosser Beliebtheit, und die Opernaufführungen, in denen sich Musik mit Tanz, Theater und bildnerischem Gestalten verbindet, sind sicher Höhepunkte musischer Aktivität an unserer Schule. - Eher zu kurz kommen die U-Musikarten sowie der Jazz. Hier sollten neue Möglichkeiten gesucht werden. Als problematisch erweist sich auch eine gewisse Zentralisierungstendenz in der Musikausbildung an der Basler Musikschule. Wie können der dortige Einsatz und der Ertrag auch zugunsten unserer Schule fruchtbar gemacht werden?

Musikwettbewerb
Das Gymnasium Kirschgarten musiziert!
Jährliche Ausschreibung eines Wettbewerbs, z.B. mit einem Thementitel. Der Wettbewerb soll offen sein für alle musikalischen Stilrichtungen. In einer Vorentscheidung werden die besten Produktionen ausgewählt. - Organisation einer Schlussaufführung mit Preisverleihung. - Mit diesem Wettbewerb entsteht zudem ein Pool von hochwertigen Musikproduktionen, die auch an anderen Veranstaltungen vorgestellt werden können.


Bildnerisches Gestalten

Auch hier verfügt das GKG über eine Anzahl bewährter Traditionen: Vernissagen von Prüfungsarbeiten, Ausstellungen, Mitgestaltung bei Gesamtanlässen, Wandschmuck in der Schule und in den Klassenzimmern. Im Bereich `Belebung des Schulareals` liesse sich noch Zusätzliches machen. Eine Erweiterung mit anderen Stoffen und Techniken (Bsp. Metall) oder Medien (Bsp. Fotografie, Film, Video) ist wünschenswert. - Aehnlich wie beim Theaterspiel lässt sich das Bildnerische Gestalten sehr gut in alle Fächer integrieren (Bsp. Bildmaterial für Vorträge, grafische Gestaltung von Arbeiten, Reportagen mit Video). - Dem reichen Angebot von Museen und Galerien in Basel und Umgebung sollte sich unsere Schule vermehrt öffnen.


Film

Zusammen mit der Musik gehört der Film bei den Jugendlichen eindeutig zu den kulturellen Favoriten. Es werden mehr Kinofilme und Videos rezipiert als Bücher gelesen. Die Dämme des Bewusstseins halten den unglaublichen Bilderfluten oft kaum mehr stand und können z.B. der Manipulation in den Medien nur geringen Widerstand entgegensetzen. - Die Geschichte des Films, die Filmsprache und die faszinierend vielfältigen Bildwelten, aber auch die visuelle Bewusstseinsverkleisterung durch die Medien finden als Themen leider kaum einen angemessenen Platz in den Lehrplänen der Schulen. - Das GKG muss im Bereich Film- und Medienerziehung mehr aktiv werden. Unser hervorragend ausgestatteter Medienraum bietet verschiedene Möglichkeiten, das Thema Film seiner Bedeutung entsprechend an unserer Schule zu behandeln. Zusätzlich zum Medienraum möchten wir die Einrichtung eines Fotolabors und eines Videoraumes anregen. Wettbewerb: Film und Fotografie Eine Jury stellt ein Thema, das sowohl mit filmischen (z.B. Zeichentrickfilm) als auch mit fotografischen Mitteln bearbeitet werden kann. Nach Ablauf einer festgelegten Frist bewertet die Jury die Arbeiten in einer Vorentscheidung. - Oeffentliche Veranstaltung: Verleihung des `GKG-Oscars`oder des 'Goldenen Kirschbaums': Die prämiierten Arbeiten werden in der Aula präsentiert.


Theater und Tanz

Der Bildungswert des Theaterspielens kann kaum unterschätzt weden. Gerade in einer allzu sehr von Sitzen und Sitzenbleiben geprägten Schule sind das Spielen auf der Bühne, das Experimentieren mit Rollen, das gemeinsame kreative Ausprobieren eine höchst notwendige Ergänzung des Schulunterrichts. - In den fakultativen Theaterkursen werden vor allem Improvisationstheater, Bewegung und Sprechen trainiert. In den `traditionellen` Theateraufführungen auf Stufe 4 realisieren die Klassen ein Bühnenstück. Dabei spielen auch ökonomische Aspekte eine Rolle: Es muss Geld für die Maturrreise eingespielt werden. Dies ist aber erfahrungsgemäss der Kreativität keineswegs abträglich. So dürfen die Lehrerinnen und Lehrer immer wieder neidlos anerkennen, dass die Schülerinnen und Schüler über Talente verfügen, die uns im üblichen Fachunterricht oft verborgen bleiben. - Theaterspielen fördert die Selbstsicherheit im Auftreten und Gestalten, ebenso stärkt es, weil in Gruppenprojekten gearbeitet wird, die vielbeschworene soziale Kompetenz. Es lässt sich nicht bloss in das Fach Deutsch integrieren, alle Fächer des Kanons könnten darstellendes Spiel in den Unterricht einbeziehen. - Wünschenswert wäre eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem Theater Basel und mit Theaterschaffenden in Basel und Umgebung.


Schriftstellerlesungen und Vorträge

Unvergesslich sind nach wie vor die Schriftstellerabende, die Walter Widmer in den 50er und 60er Jahren am RG organisiert hat. Die Schule zeigte sich offen für Autoren, die mit ihren Werken die Nachkriegszeit entscheidend prägten (Böll, Grass, Walser, Schnurre, Frisch, Dürrenmatt u.a.). Nach Widmers Tod konnte die Vortragsserie nicht mehr weitergeführt werden. - Bis zu den 90er Jahren wurden am RG und am MNG regelmässig Schriftsteller in den Deutschunterricht eingeladen. Leider ist diese schöne Tradition der Sparwut zum Opfer gefallen. Das GKG möchte sich den Schriftstellerinnen und Schriftstellern wieder öffnen. Bei der Organisation und bei der Durchführung soll die Schülerschaft miteinbezogen werden. Nicht nur Schriftsteller, auch aus anderen Berufen sollen interessante Leute Gelegenheit finden, mit der jungen Generation den Dialog zu pflegen. Bei der Planung ist es empfehlenswert, die Listen der ehemaligen Schülerinnen und Schüler durchzugehen. Da finden sich unzählige Damen und Herren, die in Wirtschaft, Politik und in anderen Bereichen Karriere gemacht haben. Sie sind uns willkommene Gesprächspartner. 


Feiern und Feste

Die Rudolf-Steiner-Schulen messen der Rhythmisierung des Schuljahres durch Feste und Feiern eine hohe Bedeutung zu. Sie könnten uns darin Vorbild sein. Maturfeiern oder Feierlichkeiten bei der Aufnahme eines neuen Jahrgangs sollten nicht stereotyp und steril, sondern phantasievoll und begeisternd sein. Eine eigentliche Festkultur ist gefragt; dabei sollte nicht der Sauglattismus der Stadtfeste als Vorbild dienen. - Unsere Feste werden massgeblich von Jugendlichen für Jugendliche gestaltet werden. Eine bunte Palette von Möglichkeiten bietet sich an. Im Vordergrund soll nicht der Krampf, sondern die Freude aller Beteiligten stehen. - Allfällige Einnahmen sind erwünscht (z.B. zur Unterstützung unseres Studienheims in La Ferrière).


Kommission "Kultur am Gymnasium Kirschgarten"

Mitglieder: Michael Bachmann, Peter Bässler, Hans Blumer,  Bernhard Furler, Michael Willumat,  Felix Wüthrich

Basel, im März 1998